Hinter den Kulissen – Die Organisation des Kantifests im Vordergrund

„Wann kann man denn schon wieder ein Fest planen mit einem Budget von tausenden von Franken?“
Die Möglichkeit, ein riesiges Event zu planen und zu organisieren, haben einige Schüler:innen, sowie Lehrpersonen und Angestellte voller Elan ergriffen und so das diesjährige Kantifest auf die Beine gestellt. Doch was alles hinter den Kulissen steckt, wissen die Wenigsten. Einige Interviews mit OK-Mitgliedern verraten mehr.
Organisationskomitee
Die Hauptorganisation des Kantifests liegt beim zehnköpfigen Organisationskomitee (OK), gebildet aus Lernenden, Angestellten und Lehrpersonen. Im Vorstand sind dabei drei Dritt- und Viertgymnasiasten der Kanti; Kevin Loretan, Thomas Hürlimann und Delia Flury.
Die Idee des diesjährigen Kantifests hatte das Schüler- und Schülerinnen Parlament. Der Aufruf für die Mithilfe am Kantifest kam letzten Frühling über Threema. Bei Interesse folgte ein Bewerbungsgespräch und die Aufnahme ins Organisationskomitee. Nach der Gründung des OKs beschloss das neue Komitee für den Anlass den «Verein Kantifest Solothurn» zu gründen und zu organisieren.
Schon seit über einem halben Jahr steckt das OK nun Schweiss und Herzblut in das Projekt, um den Besuchern des Kantifests ein möglichst spannendes Erlebnis präsentieren zu können. Mit inzwischen ein bis zwei Sitzungen pro Woche nimmt die Planung ganz schön viel Zeit in Anspruch und das Organisationskomitee ist froh, um die Anzahl der Helfenden.
Ressorts, Beizli und Arbeitsgruppen
Um die Aufgaben möglichst strukturiert zu verteilen, wurden verschiedene Ressorts bestimmt. Dazu gehören Bau und Sicherheit, Wirtschaft, Arbeitsgruppen, Finanzen, Sponsoring, Kommunikation und Administration. Viele dieser Ressorts wie Sponsoring, Bau und Sicherheit oder Finanzen werden dabei von Schülern und Schülerinnen angeleitet. Sei es Sponsoren zu suchen, Finanzen zu berechnen und mit dem letzten Kantifest abzugleichen oder für den Aufbau des Fests zu sorgen – einen grossen Teil der Organisation machen die Lernenden selbst.
Nebst dem OK helfen allerdings auch noch viele weitere Personen am Kantifest mit. Das Ressort Wirtschaft beinhaltet beispielsweise die berüchtigten „Beizli“, die von verschiedenen Klassen und Truppen durchgeführt werden. In den verschiedenen Arbeitsgruppen Dekoration, Musik und Social Media unter der Leitung von Conni Pergol werden weitere Schüler:innen zu Mithelfenden der Organisation. Schlussendlich kann man mit allen oben genannten, plus weiteren Unterstützern, sicher 200 Personen für die Planung und Durchführung des Events mitzählen.
Herausforderungen und Highlights
Viele Punkte wie die Beizli, Pläne und Listen wurden vom letzten Kantifest aus dem Jahr 2018 oder vom schlussendlich abgesagten Kantifest im Jahr 2021 wieder aufgegriffen. Allerdings sind auch viele neue Ideen eingeführt worden, beispielsweise die Werbung mit Social Media, eine zweite grosse Bühne in der Turnhalle oder ein Motto, das das ganze Schulgelände schmückt. Manche Einfälle, wie ein Festzelt für die Konzerte draussen wurden dafür aufgrund der Komplexität mit Security, Absperrungen und weiteren WCs nicht durchgeführt.
Eine besonders grosse Herausforderung war, laut OK-Mitglied Thomas Hürlimann, die Gebäudesicherung. Mit einer Beschränkung von 150 Leuten in der Turnhalle, Brandschutzverordnungen, zwingenden Notausgängen und Securitys waren die Organisierenden überfragt. Der Chefabwart der KSSO konnte ihnen glücklicherweise durch das Teilnehmen an OK-Sitzungen auf die Sprünge helfen. Doch das gemeinsame Organisieren, Lösungen finden und Mitwirken hat sich gelohnt. Abgesehen vom zu spät eröffneten Ticketverkauf ist fast alles nach Plan verlaufen und das Mithelfen hat sich laut den Organisierenden rentiert. „Nun folgt der letzte Endspurt und danach“, so erzählt Anja Spielmann, „freuen sich die Helfenden auf ein gelungenes Fest.»