Gastbeitrag von Anna Kallen, Marvin Wyss und Vyvyn Weyeneth
Wenn Sie mehr über das Leben der erfolgreichen Influencerin aus Zuchwil wissen wollen, ist dieser Artikel genau richtig für Sie!
Alessiadaily ist eine 30-jährige, aufgeweckte Frau. Sie hat 11 Tsd. Follower auf Instagram, 317.5 Tsd. auf TikTok, 22. 700 Tsd. auf YouTube und 7.8 Tsd. auf Snapchat (Stand: 27.11.25).
War Influencerin schon immer Ihr Traumjob?
Ich bin Chemielaborantin und mache Social Media eigentlich nur nebenbei. Mein Traumjob war früher immer Lehrerin gewesen und nachher habe ich die Lehre als Chemielaborantin gemacht. Ich arbeite seit 15 Jahren als Chemielaborantin und in den Social Mediabereich bin ich eher reingerutscht. Ich habe dazumal mit TikTok das früher noch «Musical.ly» hiess. Diese App habe ich dann nur zum Spass heruntergeladen, um eben diesen Geräteturncontent zu posten. Und dann plötzlich ist es einfach gewachsen. So mache ich es bis heute noch.
Wie sind Sie darauf gekommen mit dem Posten anzufangen?
Im 2018 ging es mir gesundheitlich nicht so gut, so kam mein Bruder auf die Idee, um mich zu vom ganzen abzulenken, könnte ich mir Musical.ly herunterladen und da ein bisschen etwas posten und genau so habe ich angefangen mit Geräteturnvideos.
Aber überhaupt nicht mit der Intention Influencerin zu werden.
Das lief eigentlich ganz gut, bis ich im 2019 wegen meiner Skoliose den Rücken operieren musste.
Nach der Operation musste ich mit Geräteturnen aufhören und somit meinen Content auch anpassen.
Möchten Sie später auch mal auf anderen Plattformen aktiv werden?
Ich bin eigentlich schon auf allen verbreiteten Plattformen. Es gäbe vielleicht noch etwas wie Twitter/X oder Ähnliches. Aber ich denke mit der Zeit wird es sowieso noch neue Plattformen geben.
Was hätten Sie gemacht, wenn Sie nicht so erfolgreich als Influencerin wären?
Ich denke ich wäre wahrscheinlich einfach Chemielaborantin. Anfangs 2025 konnte ich meinen Job auf 80 % reduzieren, einerseits weil ich ja eben nebenbei durch Social Media auch etwas verdiene und anderseits auch weil man als Chemielaborantin viel stehen muss und ich so viel Rückenschmerzen hatte. Nun habe ich jeden Mittwoch frei. An diesen Tagen habe ich dann immer Zeit, Videos zu planen und zu drehen.
Wann war Ihr grosser Durchbruch?
Puhhh, ich würde sagen, es gab zwei Durchbrüche, und zwar zuerst als ich angefangen habe, Geräteturnvideos zu machen. Da gab es noch nicht so viele Menschen auf Tiktok und dann plötzlich hatte ich zwei Videos, die viral gingen. Damals habe ich Content ohne Sprache produziert, daher funktionierte er weltweit. Dann gings richtig schnell. Und der zweite Durchbruch kam, als ich mit schweizerdeutschen Videos anfing. Also der Wechsel war zuerst hart, aber dann funktionierte es dann.
Werden Sie oft auf der Strasse erkannt?
Ja, hin- und wieder. Meistens kommen sie schüchtern zu mir, wenn sie mich erkennen und fragen lieb nach einem Foto dann mach ich gerne mit denen Leuten ein Foto. Aber es gibt aber auch Leute, die dann unangenehm herumschreien oder mir hinterherlaufen.
Wie gehen Sie mit Hatern um?
Hater habe ich glücklicherweise nicht so viele. Das liegt wohl daran, dass ich nicht allzu viel von meinem persönlichen Leben preisgebe. Je mehr man von sich zeigt, desto mehr kann man kritisiert werden.
Mit welchem fiktiven Seriencharakter würden Sie gerne einen Tag lang das Leben tauschen?
Da ich Anime sehr gerne mag, würde ich gerne einen Tag mit Goku aus «Dragon Ball» tauschen, denn da könnte ich fliegen und mich teleportieren.